Trulla24's Blog

Männers!

Posted in einfach mal so by trulla24 on 20. Februar 2010

Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Es hatte seinen Grund. Heute ist es seit Tagen das erste Mal, dass ich Zeit und Kraft habe, mich wieder zu manchen Themen zu äußern.

Klar, dass Rüttgers käuflich ist, hat der SPIEGEL inzwischen nachgewiesen. Schwester Westerwave reagiert zickig und Meinungsforschungsinstitute, die immer schon desöfteren mit ihren Prognosen daneben gelegen hatten, attestieren Guidos Äußerungen eine breite Zustimmung. Komisch, bei der hohen Zahl an Arbeitslosen und Kurzarbeitern wundert es mich gar nicht, dass alle Westerwave applaudieren.

Aber nun doch einige private Gedanken, die mal nix mit der Politik zu tun haben, sondern allein mit der Beziehung zwischen Mann und Frau.

Vor Wochen traf ich einen alten Freund wieder. Wir unterhielten uns, als ob keine 20 Jahre vergangen waren. Und er fing an, mir den Hof zu machen. Geehrt fühlte ich mich, gestreichelt und akzeptiert. Bis das Unvermeidbare eintrat, nämlich heute.

Gestern hatte ich nach mehreren mehr als anstrengenden Arbeitstagen endlich einen freien Tag. Himmel, mir schmerzte der Rücken, ich war müde, mehr als müde und geschlaucht. Also brauchte ich den gestrigen Tag zum Ausruhen und Schlafen. Aber er rief an und wollte mich sehen. Ich sagte NEIN! Ich brauche Ruhe, Zeit für mich. Okay, dann verlegten wir es auf „morgen“, also heute. Und er rief um 14 Uhr an, um zu erfahren, wann ich zu ihm komme. Ob ich Lust habe, mit ihm ins Kino zu gehen – in Avatar. Ich suchte die eine oder andere Ausrede, wand mich und negierte. Bis mir einfiel, dass es doch besser sei, einfach NEIN zu sagen. Als ich es tat, nämlich NEIN zu sagen, einfach so und strikt, war er eingeschnappt. Sauer. Zickig.

Ich hatte ihm erzählt, was mir durch den Kopf ging. Über welche Dinge ich mir für die nächsten Monate im Klaren werden muss. Was mir weh tut, was ich im Augenblick empfinde. Und er sagte, ich solle doch mal auf andere Gedanken kommen und mit ihm ins Kino gehen. Aber mir steht und stand nicht der Sinn nach Kino, sondern nach Dingen und Aktionen, bei denen ich in aller Ruhe für mich abschalten konnte.

Aber er schien und konnte es nicht akzeptieren. Meine Verweigerung. Meine Sehnsucht, wieder für mich allein zu sein. Ruhe und Stille zu spüren und nicht den Zwang, von jemandem unterhalten zu werden bzw. auf jemanden zu „hören“.

Männer, das ist bislang meine Lebenserfahrung, sind Subjekte, die es irgendwie nicht anders können. Sie wollen zwar auf eine Frau Rücksicht nehmen, machen es aber so, dass es einer selbständigen Frau, also einer Person, die es erlernen musste, NICHT auf Männer angewiesen zu sein, gegen den Strich geht.

Zum Abschluss unseres Telefonates meinte er in einem eingeschnappten Tonfall zu mir, dass ich dann heute abend doch meine Pfennige schuppsen sollte, anstatt mir anzubieten, mir bei der Suche nach einem bestimmen 2-Pfennig-Stück behilflich zu sein.

Damit man mich jetzt nicht falsch versteht. Er wollte ins Kino, ich nicht. Ich wollte was anderes machen.. kruschen und nachdenken. Er aber nur Fun und eventuell Grabschen. Was ich aber nicht wollte. Ich sagte NEIN, er war eingeschnappt. Konsequenz: mein Gefühl ihm gegenüber als Teeny trog mich nicht. Ich muss mich auch heute darauf verlassen!

Nein, ich will keinen Mann, der um mich herumschwänzelt, nur mit der Absicht, mich ins Bett zu bekommen. Ich will keinen Mann, der mich dazu benötigt, seinen Bedürfnissen nachzukommen. Ich will einen Mann, der seine eigenen Hobbies hat, denen er nachgeht. Und ich will einen Mann, mit dem ich eine gemeinsame Interesse habe. Also mit dem ich mich mental treffen kann, aber auch meine eigenen Wege gehen kann. Und ich brauche keinen Mann, der mich dazu „benutzt“, seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen – egal, wie diese Bedürfnisse auch aussehen mögen.

Partnerschaft bedeutet mir inzwischen nämlich längst etwas anderes.

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