Trulla24's Blog

Was essen Sie denn da?

Posted in fiktiver Unbekannter, Geschrappsel by trulla24 on 19. Januar 2010

So stell ich mir die Frage des fiktiven Beobachters vor, der mir gerade beim Essen zusieht.

„Was soll das denn sein?“ fasst er nach und schaut irritiert auf meine große etwa 400ml fassende Tasse.

Genussvoll esse ich meine gerade eben von mir erfundene Suppe, Löffel für Löffel, und lasse mich von seinen Fragen nicht stören. „Sowas schmeckt?“ Sein Gesicht verzieht sich angewidert. „Wie sieht das denn überhaupt aus!“

„Ja,“ entgegne ich ihm mit einem Lächeln. „Das schmeckt richtig gut! Und ist dazu noch wirklich lecker. Es sättigt zudem und reicht als Mittagessen. Es muss ja nicht immer Fleisch sein! Wollen Sie mal probieren?“ Ich reiche ihm einen Löffel.

„Neee, danke! Lassen Sie mal… ich will nachher noch lecker essen, so ein leckeres Gericht der Firma „Chemie und Substitute werden das Essen schon schmecken lassen“

Mit den Worten „Okay, wenn Sie meinen“ löffel ich den letzten Rest aus der Tasse. Mir ist jetzt richtig warm, ich bin nun gesättigt und schwitze leicht. Nicht, weil der fiktive Unbekannte mir gegenüber sitzt und mich beobachtet, sondern wegen der Schärfe der Chili-Schote, die darin war.

„Verraten Sie mir doch mal, wie Sie DAS da gemacht haben“ und er zeigt auf die inzwischen leere Suppentasse.

„Ganz einfach..“ antworte ich und gebe ihm das Rezept:

5-6 EL gehäufte Graupen mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. Dann durch ein Sieb abgießen und erneut Wasser zum Kochen bringen. Die aufgequollenen Graupen in die Suppentasse (~ 400ml) geben, zwei Würfel Gemüsebrühe (BIO!!!) dazu, einige Pilze (ich hatte noch ein kleines Glas Steinpilze), 2-4 Ringe einer Chilischote, 1-3 Tropfen Essig, einige Bambusscheiben aus dem Glas und mit dem kochenden Wasser übergießen. Gut umrühren und dann essen!

Anstelle der Graupen kann man auch Couscous nehmen…

Guten Appetit!

Und während ich das hier niederschreibe, höre ich meine Haustür ins Schloss fallen. Der fiktive Unbekannte hatte fluchtartig meine Wohnung verlassen. Ich genieße es, wieder allein zu sein.

Es ist halt mein Problem, dass zur Mitte des Monats noch mehr Tage als Geld übrig sind, also wird gespart – und das am Essen, was aber nicht heißt, dass es nicht schmackhaft sein kann und ist.

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