Trulla24's Blog

Sorgen

Posted in einfach mal so, Gesellschaft by trulla24 on 3. Januar 2010

Ich mache mir Sorgen um P.

P. trinkt zuviel!
P. hat schon mittags eine Fahne.
P. sieht aber noch nicht das Problem….

Garantiert werde ICH P. nicht auf das Problem hinweisen, das muss P. für sich allein herausfinden. Und wenn es solange dauert, bis P. den finalen sozialen Absturz hat und um HILFE bittet.

Ich weiß nur, dass ich in P.s Anwesenheit keinen Tropfen Alkohol mehr trinken werde. Erstens, weil mir Alk zur Zeit wirklich und absolut nicht schmeckt (ein guter Früchte- oder Kräutertee kommt wesentlich besser!) und zweitens, weil ich P. keine Ausrede bieten möchte, nur „deshalb zu trinken“, weil ich ein Glas mit trinke.

Es ist schlimm, zu beobachten, wie gute Menschen, die einfach nur zu sensibel sind, sich wie P. dem Alkohol hingeben und dabei immer tiefer in ihre Probleme rutschen.

Machen kann ich nichts! Außer irgendwann P. sagen, dass ich nur noch da sein werde, wenn P. nüchtern ist. Nur – in Anbetracht des Alkoholismus dürften sich unsere Treffen dann auf ein Minimum bis Null reduzieren. Denn P. sieht nicht das Problem des Alkoholismus – was das typische Problem eines Trinkers ist: die Uneinsichtigkeit.

Wie sagt es der Trinker im „Kleinen Prinzen“ im 12. Kapitel:

Was machst Du da? fragte der kleine Prinz den Trinker, den er schweigend vor einer Ansammlung leerer und voller Flaschen vorgefunden hatte.
– Ich trinke, antwortete der Trinker traurig.
Warum trinkst Du? wollte der kleine Prinz von ihm wissen.
– Um zu vergessen, antwortete der Trinker.
Was willst Du vergessen? erkundigte sich der kleine Prinz, der ihn bereits bedauerte.
– Um zu vergessen, daß ich mich schäme, räumte der Trinker ein während er den Kopf senkte.
Und wofür schämst Du Dich? fragte der kleine Prinz weiter, der ihm helfen wollte.
– Ich schäme mich des Trinkens, gestand der Trinker, der sich endgültig in sein Schweigen einschloß.

P. muss sich nicht schämen, sollte P. das Gefühl haben – P. muss für sich nur erkennen, dass es eine Krankheit ist, die mehr Menschen befällt, als P. es vielleicht wahrhaben möchte. Ich werde P. nicht helfen, jetzt noch nicht! P. bekommt erst dann meine Hilfe, wenn P. zu einer Therapie bereit ist. Dann werde ich für P. da sein, während der Therapie… aber therapieren kann und (selbst wenn ich es könnte) will ICH P. nicht.

Mir ist klar, dass wohl sehr bald eine harte Zeit und auf unser Freundschaft eine Bewährungsprobe zukommen wird: eben weil mir P. als Freund wertvoll ist, werde ich wohl bald den Kontakt reduzieren müssen, schon allein, um mich zu schützen, auch wenn es mir unendlich leid und weh tut.

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2 Antworten

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  1. Trullo said, on 3. Januar 2010 at 3:32 pm

    Menschen die auf den Hilferuf eines anderen warten sind die Menschen die heulen wenn die von ihnen angedachte Hilfe zu spät kommt und es nichts mehr zu retten gibt. Der Artikel ist wie das Dummgeschwätz von Drogenberatungen. Du willst dich Freund(in) nennen? Dann helfe deinem Freund in jeder Minute seiner Not oder vermeide es dich Freund(in) zu nennen. Denn jemand der nur darauf wartet das P. angekrochen kommt und um Hilfe bettelt, möchte P wahrscheinlich nichtmal als Freund(in) haben. Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde.

    Freunde erkennt man in der Not. Menschen die darauf warten das andere um Hilfe betteln sind keine Freunde sondern nichts weiter als bemittleidenswerte Zeitgenossen.

  2. trulla24 said, on 3. Januar 2010 at 6:52 pm

    Du verstehst wirklich nicht…


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